Die Wanderausstellung „Kinder, die nicht zählten“ ist bis Mitte Januar 2026 im Foyer des Landgerichts und Amtsgerichts Düsseldorf zu sehen.
Die Grundlagen dieser Ausstellung wurden von der Pädagogin und Wissenschaftlerin Gisela Schwarze in jahrelanger Forschungsarbeit zusammengetragen. Sie war eine der ersten, die sich intensiv mit der Geschichte der NS-Zwangsarbeit im Raum Münster auseinandersetzte. Teil ihrer Arbeit war dabei die Erforschung des Abtreibungs- und Entbindungslagers in Waltrop-Holthausen, über welches Jahrzehnte nicht gesprochen wurde. Die Wanderausstellung wurde nach ihrem Tod von Schülerinnen und Schülern zweier weiterführenden Schulen aus dem Kreis Recklinghausen in ihrem Sinne zusammengestellt: „Die Erinnerung an das Leid der Zwangsarbeiterinnen darf nicht verblassen; sie ist Mahnung und Auftrag zugleich.“
Dr. Vera Drees
Vorsitzende Richterin am Landgericht
Pressesprecherin des Landgerichts Düsseldorf
