Was heute WhattsApp und Instagram sind, waren um 1900 Bildpostkarten. Neben Urlaubsgrüßen dienten sie häufig auch dazu, mehr oder weniger offen politische Botschaften, ethnische Vorurteile und rassistische Stereotype zu verbreiten. Über die Jahre hat der Berliner Sammler Wolfgang Haney fast 1.000 antisemitische Postkarten zusammengetragen, von denen eine Auswahl in der Wanderausstellung „abgestempelt“ dokumentiert ist. Die meisten stammen aus der Zeit vor dem 1. Weltkrieg. Sie zeigen, dass scheinbar harmlos daherkommende Alltagsstereotype in blanken Hass oder übelste Diffamierung ausarten können.

Die Ausstellung wird bis zum 27.02.2020 im Gerichtsgebäude zu sehen sein.