Im Unterschied zur Bewährungshilfe und Führungsaufsicht wird die Gerichtshilfe insbesondere vor einer etwaigen Verurteilung tätig. Die Untersuchungen werden von der Staatsanwaltschaft, vom Strafgericht, der Strafvollstreckungsbehörde oder der Gnadenstelle in Auftrag gegeben. Die Zusammenarbeit mit Fachkräften der Gerichtshilfe ist die Klienten/Klientinnen immer freiwillig.

Die Berichterstattung der Gerichtshilfe dient der Vorbereitung von Entscheidungen. So gibt ein detaillierter Einblick in die aktuellen, perspektivischen und finanziellen Möglichkeiten eines Klienten beispielsweise einen Anhaltpunkt für die Verhängung einer Geldstrafe. Gerichtshelfer/innen, die sich durch eine entsprechende Fortbildung qualifiziert haben, führen zudem als unparteiische Vermittler den Täter-Opfer-Ausgleich durch. Auch vermittelt und überwacht der Fachbereich Gerichtshilfe gemeinnützige Arbeit, wenn diese durch Gericht oder Staatsanwaltschaft angeordnet worden ist.

Opferschutz findet in zunehmendem Maße im Rahmen von Beauftragungen in Fällen Häuslicher Gewalt und Opferberichterstattung statt. Hier wird Geschädigten von Straftaten Hilfe zur Aufarbeitung und Bewältigung des Erlebten vermittelt.