Der Fachbereich Führungsaufsicht betreut Verurteilte nach der Entlassung aus dem Strafvollzug oder einer freiheitsentziehenden Maßregel. Die verbüßte freiheitsentziehende Maßnahme muss in der Regel mindestens 2 Jahre betragen haben. Die in der Führungsaufsicht tätigen Fachkräfte leisten hierbei die Begleitung und Betreuung bei der Rückkehr in die Freiheit. Da es sich in vielen Fällen um langjährige und vollständig verbüßte Haftstrafen handelt und die Aussicht, dass die Klienten straffrei bleiben während der Haft zumeist als gering eingeschätzt wurde, gibt es in der Führungsaufsicht erweiterte Kontroll- und Überwachungsmöglichkeiten. Dadurch können negative Entwicklungen rechtzeitig erkannt und Gegenmaßnahmen ergriffen werden.

Hierfür arbeiten die Führungsaufsichtsstelle, das aufsichtführende Gericht und andere Institutionen, wie z. B. Maßregel- und Strafvollzug, Suchtberatungsstellen, Therapieeinrichtungen sowie Strafverfolgungsbehörden, wie etwa die Polizei, eng zusammen.