Der Begriff "Bewährungshilfe" wird im Bereich des Strafrechts für die Zeitdauer der Aussetzung einer Freiheitsstrafe verwendet. Der Verurteilte bleibt dabei in Freiheit, der eigentliche Strafausspruch besteht jedoch trotzdem. Die Strafe wird nicht vollstreckt, der Verurteilte bekommt stattdessen Gelegenheit, in einem festgelegten Zeitrahmen zu zeigen, dass er keine weiteren Straftaten mehr begeht. Wird er innerhalb des Bewährungszeitraumes rückfällig, droht die Vollstreckung der ausgesprochenen Strafe.

Aufgabe der Bewährungshilfe ist es, die zu betreuenden Personen durch Hilfe zur Selbsthilfe so zu unterstützen, dass weitere Straftaten möglichst vermieden wereden. Durch Beratung und Betreuung sollen die Klienten lernen, ihr Leben eigenverantwortlich zu organisieren und an ihren Problemen zu arbeiten. Zudem überwachen Bewährungshelfer/-innen die Erfüllung von Auflagen und Weisungen des Gerichts. Beispiele hierfür sind etwa Zahlungen zur Schadenswiedergutmachung, die Ableistung gemeinnütziger Arbeit, Anti-Gewalt-Trainings- oder Drogentherapien.